Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe

Ministerialrat im RMVP

Friedrich Christian Prinz zu Schaumburg-Lippe
| Foto: mit freundlicher Genehmigung: vom Hofe, Alexander: Friedrich Christian und die Hackeschen Höfe, 08.10.2015, in: Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe

Lebenslauf

 

5. Januar 1906 Geburt in Bückeburg
bis 1926 Abitur
ab 1926 Studium der Rechtswissenschaften in Köln, Göttingen, Bonn und Berlin
August 1929 Eintritt in die NSDAP
1929 Gründung einer Ortsgruppe des Kampfbundes für die Deutsche Kultur in Bad Godesberg
1930/31 Verlagsgründung mit Robert Ley;
Herausgeber des „Westdeutschen Beobachters“
ab 1932 Reichsredner für die NSDAP;
Eintritt in die SA
1933 – 1935 persönlicher Referent von Joseph Goebbels;
Regierungsrat im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (RMVP)
1935 Tätigkeit im Auslandsamt des RMVP
1936 – 1939 Beförderung zum Oberregierungsrat;
kurzzeitig Protokollchef des Propagandaministers
1939 angeblich als König von Island im Gespräch
1939 – 1943 erneut Adjutant im Ministerbüro Goebbels‘
1941 Beförderung zum Ministerialrat
1943 Begleiter eines Versehrtenorchesters bei der Wehrmacht
1945 Tätigkeit im NS-Rundfunk
1945 – 1948 Internierung
1948 Einstufung in Kategorie IV (Mitläufer) durch die Hauptspruchkammer München
1957 Bundestagskandidat für den Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE)
1963 – 1965 Mitglied der Deutschen Gemeinschaft (DG)
1965 Bundestagskandidat für die Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher (AUD)
1965 – 1966 Mitglied der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD)
1967 – 1969 Mitglied der Freien Sozialistischen Volkspartei (FSVP) und ab 1968 deren Vorsitzender
1975 Mitbegründer des Volksblocks – Naturpolitische Volksbewegung (später: Naturpolitische Volkspartei)
währenddessen rege Tätigkeit als Autor in rechtsextremen Verlagen
20. September 1983 Tod in Wasserburg am Inn

Literatur

vom Hofe, Alexander: Vier Prinzen zu Schaumburg-Lippe und das parallele Unrechtssystem, Madrid 2006.

Riechmann, Thomas: Vom Herrenreiter zum Adjutanten von Goebbels. Friedrich Christian zu Schaumburg-Lippe – Karriere im Propagandaministerium, in: Werner/Frank (Hrsg.): Schaumburger Nationalsozialisten. Täter, Komplizen, Profiteure (= Kulturlandschaft Schaumburg, Bd. 17), Bielefeld 22010, S. 444-478.

Stöss, Richard: Vom Nationalismus zum Umweltschutz. Die Deutsche Gemeinschaft/Aktionsgemeinschaft Unabhängiger Deutscher im Parteiensystem der Bundesrepublik (= Schriften des Zentralinstituts für Sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin, Bd. 32), Opladen 1980.

Normdaten

GND: 107367157

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