Hermann Esser

Staatssekretär im RMVP

Orientalische Cigaretten-Kompagnie „Rosma“ GmbH (Hrsg.): Männer im Dritten Reich, Bremen 1934.

Lebenslauf

29. Juli 1900 Geburt in Röhrmoos
1901 – 1907 Volksschule und Humanistisches Gymnasium in Kempten
Juli 1917 Kriegsfreiwilliger
1918 Notabitur, Fronteinsatz
1918/19 Eintritt in die SPD
1919 Studium der Zeitungswissenschaft und Volontär bei der sozialdemokratischen Zeitung „Allgäuer Volkswacht“
Mai 1919 als Angehöriger des Freikorps Schwaben an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligt
Oktober 1919 Eintritt in die DAP, Bekanntschaft mit Adolf Hitler
8. März 1920 Eintritt in die NSDAP
Mai – Aug. 1921 Hauptschriftleiter des „Völkischen Beobachters“
1921 – 1923 Propagandaleiter der NSDAP
1921 – 1923 Lokalredakteur und Geschäftsführer des „Völkischen Beobachters“
1923 Teilnahme am Hitler-Putsch in München, danach Flucht nach Tirol
Januar 1924 Rückkehr nach Deutschland
27. Feb. 1925 Wiedereintritt in die NSDAP
1925 – 1926 Reichspropagandaleiter der NSDAP, Geschäftsführer der Deutsch-völkischen Buchhandlung, Geschäftsführer des Hoheneichen-Verlags
1926 – 1932 Herausgeber und Hauptschriftleiter der NS-Zeitschrift „Illustrierter Beobachter“
1929 – 1933 Mitglied und Vorsitzender der NS-Fraktion im Münchner Landtag
1933 – 1935 Bayerischer Staatsminister ohne Geschäftsbereich und Leiter der Pressestelle des Bayerischen Staatsministeriums sowie Chef der Bayerischen Staatskanzlei
1933 Ständiger Vertreter des Präsidenten des Reichsausschusses für Fremdenverkehr
1935 – 1945 Leiter der Fremdenverkehrsabteilung im Reichsministerium für Propaganda und Volksaufklärung (RMVP) und Leiter der Reichsgruppe Fremdenverkehr (Berlin) sowie Präsident des Bundes Deutscher Verkehrsverbände und Bäder
1939 – 1945 Staatssekretär für den Fremdenverkehr im RMVP
1945 – 1947 in Nürnberg interniert
27. Dez. 1947 aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft entlassen, danach untergetaucht
9. Sept. 1949 erneut verhaftet, von einer Münchner Entnazifizierungskammer als „Hauptschuldiger“ eingestuft und zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt
Mitte 1952 unter Anrechnung der vorangegangenen Haftzeiten aus dem Gefängnis entlassen

Literatur

Lilla, Joachim: Statisten in Uniform. Die Mitglieder des Reichstags 1933-1945. Ein biographisches Handbuch, Düsseldorf 2004, S. 128f.

 

Normdaten

GND: 122330811

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