Rudolf Graf Strachwitz

Gesandtschaftsrat I. Klasse im RMfdbO

Lebenslauf

3. Januar 1896 Geburt in Groß-Reichenau (Schlesien)
bis 1914 Humanistisches Gymnasium in Sagan (Abitur)
1914 – 1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg, zuletzt Rittmeister d. Res.
1919 – 1921 Studium der Staatswissenschaften und Volkswirtschaft in Breslau, München und Freiburg;
Promotion zum Dr. rer. pol.
1922 – 1923 Ausbildung bei einer Bank in Essen
1923 – 1924 Handlungsbevollmächtigter der Deutschen Wald- und Holzwirtschaft AG
ab Juni 1925 Eintritt als Attaché in den Dienst des Auswärtigen Amts (AA)
1927 – 1928 Tätigkeit in Abteilung III (Britisches Reich, Amerika und Orient) des AA
Juni 1928 – Aug. 1931 Vizekonsul beim Generalkonsulat in Kobe und Tätigkeit bei der Botschaft in Tokyo
23. Dezember 1929 Ernennung zum Legationssekretär
Sept. 1931 – Dez. 1933 Tätigkeit bei der Gesandtschaft in Peking und Vizekonsul beim Konsulat Kanton
Dez. 1933 – Nov. 1934 Tätigkeit in Abteilung IV (Osteuropa, Skandinavien, Ostasien) des AA
Nov. 1934 – Nov. 1936 Tätigkeit bei der Botschaft in Washington
10. Dezember 1935 Ernennung zum 1. Legationssekretär
1. Dezember 1936 Eintritt in die NSDAP
Dez. 1936 – Mrz. 1939 Tätigkeit in der Politische Abteilung und Leiter des Referats VIII (Ostasien, Australien) im AA
30. Dezember 1936 Ernennung zum Legationsrat
15. Februar 1939 Ernennung zum Legationsrat I. Klasse
März 1939 kommissarische Beschäftigung an der Botschaft in Paris
Apr. 1939 – Dez. 1940 Gesandtschaftsrat I. Klasse bei der Gesandtschaft in Budapest
Jan. 1941 – Dez. 1942 Tätigkeit beim Generalkonsulat in Barcelona
Dez. 1942 – Feb. 1944 Tätigkeit in der Abt. “Ostland” bzw. im Führungsstab Politik des Reichsministeriums für die besetzten Ostgebiete
Mrz. 1944 – Apr. 1945 Dienst bei der Wehrmacht
26. Oktober 1944 Versetzung in den Ruhestand wegen Heirat einer Engländerin (Führererlass vom 19. Mai 1943)
Apr. 1945 – Jan. 1946 amerikanische Kriegsgefangenschaft
1948 – 1951 Professor für Wirtschaftspolitik und Verwaltungswissenschaft an der Universität Mendoza, Argentinien
ab November 1951 Wiedereintritt in den Dienst des Auswärtigen Amts (AA), zunächst als Angestellter
Jan. – Mrz. 1952 Tätigkeit in Abteilung III (Länder) des AA
Mrz. 1952 – Sept. 1956 Tätigkeit bei der Botschaft in Rom (Italien)
25. Oktober 1952 Wiedereintritt in das Beamtenverhältnis und Ernennung zum Botschaftsrat
Jan. – Apr. 1957 Tätigkeit in Abteilung III (Länder), Referat (China u.a.), des AA
Apr. 1957 – Juni 1961 Botschafter beim Heiligen Stuhl in Rom (Vatikan)
4. Januar 1961 Eintritt in den Ruhestand
13. August 1969 Tod in Berchtesgaden

 

Literatur

Art. “Strachwitz, Rudolf Graf”, in: Isphording, Bernd/Keiper, Gerhard/Kröger, Martin: Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871-1945, Bd. 4: S, Paderborn u.a. 2012, S. 380f.

Bieber, Hans-Joachim: SS und Samurai. Deutsch-japanische Kulturbeziehungen 1933–1945 (= Monographien aus dem Deutschen Institut für Japanstudien, Bd. 55), München 2014.

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 9361-IX KARTEI/43400902.

BArch Koblenz, PERS 101/48175.

“Tauglich für Rom”, in: Der Spiegel, 43/1956, S. 18.

 

Normdaten

GND: 1030344507

 

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