Wilhelm Schefold

Kriegsverwaltungsabteilungschef im RMfdbO

aus: Württembergisches Wochenblatt für Landwirtschaft, Jg. 127 (1960), Nr. 36

Lebenslauf

10. Mai 1894 Geburt in Ulm
1902 – 1911 Realgymnasium in Ulm (Abitur)
1911 – 1914;
1919
Studium der Rechtswissenschaften in Tübingen und Berlin
1914 – 1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
1919 – 1922 Ausbildung als Gerichtsreferendar in Ulm
1919 – 1922 Mitglied der Württembergischen Bürgerpartei (DNVP)
1920 Promotion zum Dr. iur.
Dez. 1922 – Sept. 1926 Amtmann (Regierungsassessor) bei den Oberämtern Böblingen, Heidenheim und Geislingen sowie beim Oberamt und Landesgewerbeamt Stuttgart
1. Januar 1923 Ernennung zum württembergischen Amtmann
Okt. 1926 – Okt. 1929 kommissarische Beschäftigung im Referat “Kreditwesen, landwirtschaftliches Organisationswesen” des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft
1. April 1928 Ernennung zum württembergischen Regierungsrat
Nov. 1929 – Mrz. 1933 Referent in der Abteilung “Landwirtschaft” des Württembergischen Wirtschaftsministeriums
19. Januar 1933 Ernennung zum Oberamtsvorstand in Backnang (in der Dienststellung eines Landrats)
28. März 1933 Ernennung zum Oberregierungsrat im Reichsdienst
Apr. 1933 – 1945 Tätigkeit im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft;
Referent für die Oststaaten und später Handels- und Zollpolitik, landwirtschaftlichen Absatz und Marktordnung;
Unterabteilungsleiter Handelspolitik (ab 1941)
1. April 1934 Ernennung zum Ministerialrat
Juli 1939 Vorschlag zur Ernennung zum Ministerialdirigent (zurückgestellt, da keine Verwendung als (stv.) Abteilungsleiter durch die NSDAP gewünscht)
1939 – 1941 Mitglied der deutschen Handelsdelegation bei den Verhandlungen zum deutsch-sowjetischen Wirtschaftsvertrag
1. Januar 1940 Eintritt in die NSDAP
Juli 1941 – Jan. 1943 Abteilungsleiter, zunächst im Rang eines Kriegsverwaltungsabteilungschefs, in Chefgruppe III E “Ernährung und Landwirtschaft” im Wirtschaftsstab Ost bzw. im Reichsministerium für die besetzten Ostgebiete
6. September 1941 Ernennung zum Ministerialdirigenten
Ernennung zum Kriegsverwaltungsvizechef
Okt. 1944 – 1945 Volkssturm
Mai 1945 – Mai 1946 Internierung in der amerikanischen Besatzungszone, u.a. in Bayern, Ziegenhain und Darmstadt
Juni 1945 – März 1946 Berater in der Gruppe “Ernährung und Landwirtschaft” beim Ministerial Collection Center, Fürstenhagen
Aug. 1946 – 1952 Abteilungsleiter “Recht” bei der Landesdirektion für Ernährung und Landwirtschaft bzw. im Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft Württemberg-Hohenzollern, Tübingen, zunächst im Angestelltenverhältnis;
zuletzt dort Leiter der Abwickelungsstelle
9. Dez. 1947 / 3. Sept. 1948 Einstufung in Kategorie IV (Mitläufer) durch die Spruchkammer Vaihingen/Enz bzw. die Spruchkammer VII beim Staatskommissariat für pol. Säuberung Württemberg-Hohenzollern
18. August 1948 Ernennung zum Ministerialrat
1952 – Aug. 1960 Tätigkeit im Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Baden Württemberg, Stuttgart;
Leiter der Ministerialverwaltung (ab 1955)
19. November 1955 Ernennung zum Ministerialdirektor
31. August 1960 Eintritt in den Ruhestand
1961 Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern
1. November 1985 Tod in Stuttgart

 

Quellen

BArch Berlin-Lichterfelde, R 3601/5310; R 3601/6370; R 9361-II/1082088; R 9361-IX KARTEI/37001558.

HStA Stuttgart, EA 7/150 Bü 1772; M 430/3 Bü 968.

IfZ München, ZS 1414, Wilhelm Schefold.

StA Ludwigsburg, EL 902/23 7175.

 

Normdaten

GND: 121679877X

 

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