Klaus Graf von Baudissin

Amtschef im REM

Lebenslauf

4. Nov.1891 Geburt in Metz
ab 1912 Studium der Kunstgeschichte in München
1914 – 1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger
1919 Wiederaufnahme des Studiums der Kunstgeschichte in Heidelberg
1922 Promotion an der Universität Heidelberg
1919 – 1922 Assistent am Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg
1924 Assistent am Kunsthistorischen Institut der Universität Kiel und der Kunsthalle Kiel
1925 – 1930 zunächst Assistent, dann Konservator und Oberkonservator bei der Staatsgalerie Stuttgart
1930 Ernennung zum kommissarischen Direktor der Staatsgalerie Stuttgart
1.4.1932 Eintritt in die NSDAP
1934 – Nov. 1938 Direktor des Folkwang-Museums in Essen
1935 Eintritt in die SS
Juli 1937 – März 1938 kommissarischer Leiter des Amts für Volksbildung im Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung (REM)
1937 Mitglied der Beschlagnahmekommission und Mitinitiator der Ausstellung „Entartete Kunst“ in München
1938 Suspendierung vom Amt des Museumsdirektors in Essen
1939 Disziplinarverfahren gegen Baudissin wegen Handelns gegen die Parteirichtlinien in Kunstfragen
1939 Eintritt in die Waffen-SS
beteiligt an „Kunstschutz-Aktivitäten“ der Wehrmacht und des Amts Rosenberg
bis 1948 Internierungshaft im Lager Neuengamme
1949/50 erfolgreiche Klage wegen seiner Entlassung aus dem Folkwang-Museum in Essen, erhält Pensionszahlungen
20. April 1961 Tod in Itzehoe

Literatur

Nagel, Anne C.: Hitlers Bildungsreformer. Das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung 1934–1945, Frankfurt 2012, S. 120f.

Zuschlag, Christoph: „Entartete Kunst“. Ausstellungsstrategien im Nazi-Deutschland, Worms 1995, S. 368f.

 

Normdaten

GND: 116083409

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