Karl Theodor Vahlen

Amtschef im REM

Das Deutsche Führerlexikon 1934/35, Berlin 1934.

Lebenslauf

30. Juni 1869 Geburt in Wien
1889 Abitur am Falk-Realgymnasium in Berlin
1889 – 1893 Studium der Mathematik und Naturwissenschaften in Berlin
1893 Promotion
1897 Habilitation in Königsberg, Privatdozent für Mathematik
1904 (?) außerordentlicher Professor an der Universität Greifswald
1911 Ordinarius für Mathematik an der Universität Greifswald
1914 – 1917 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
1919 (Gründungs-)Mitglied der pommerschen DNVP
1923 Eintritt in die NSDAP
1923 – 1924 Rektor der Universität Greifswald
1924 – 1927 NSDAP-Gauleiter von Pommern, Gründer und Herausgeber der NS-Zeitung „Norddeutscher Beobachter“
Sommer 1924 kurzzeitig Mitglied des Reichstags
1927 Entlassung aus dem Staatsdienst wegen republikfeindlicher Betätigung
Mai 1930 – März 1933 Professur an der Technischen Hochschule Wien
1933/34 Professur an der Universität Greifswald
März 1933 in der Hochschulabteilung des Preußischen Kultusministeriums tätig
1933 Eintritt in die SA
1934 – 1937 Professor an der Berliner Universität
April 1934 Leiter der Hochschulabteilung des Preußischen Kultusministeriums bzw. des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung (REM)
Juni 1934 Ernennung zum Ministerialdirektor
1936 Übertritt von der SA in die SS
bis März 1937 Chef des Amts Wissenschaft des REM
1939 – 1943 kommissarischer Präsident der Preußischen Akademie der Wissenschaften
1944/45 Lehrbeauftragter an der Deutschen Universität Prag
1945 Inhaftierung in Prag
16. Nov. 1945 Tod (in Gefangenschaft) in Prag

Literatur

Grüttner, Michael: Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik (= Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte, Bd. 6), Heidelberg 2004, S. 176f.

Jasch, Hans-Christian: Das preußische Kultusministerium und die „Ausschaltung“ von „nichtarischen“ und politisch mißliebigen Professoren an der Berliner Universität in den Jahren 1933 bis 1934 aufgrund des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933, in: forum historiae iuris, 25.8.2005, Abs. 44-46.

Nagel, Anne C.: Hitlers Bildungsreformer. Das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung 1934–1945, Frankfurt 2012, S. 108f.

 

Normdaten

GND: 117325309

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