Rudolf Mentzel

Amtschef im REM

Bundesarchiv Bild 183-C02454 / Heinscher / CC-BY-SA 3.0

Lebenslauf

28. April 1900 Geburt in Bremen
1918/19 Militärdienst in einem Infanterieregiment
1919 – 1925 Studium der Chemie und Naturwissenschaften in Göttingen
1920 Beteiligung am Kapp-Putsch in einem Studentenbataillon im Südharz
1921 Freiwilliger beim Freikorps Wolf in Oberschlesien
1922 Eintritt in die SA und in die NSDAP
1925 Promotion in Göttingen
1925/26 Leitung des Labors der Bremer Ölfirma C. F. Blum
1926 – 1933 Assistent am Chemischen Universitätsinstitut Göttingen, Forschungstätigkeit im Auftrag der Reichswehr
1930 – 1933 Ortsgruppen- bzw. Kreisleiter der NSDAP in Göttingen
1932 Eintritt in die SS
1933 Habilitation in Greifswald (Angewandte Chemie unter besonderer Berücksichtigung des Luftschutzes)
1933 – 1935 Abteilungsleiter im Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie und Elekotrchemie
1934 a.o. Professor an der Technischen Hochschule Berlin
ab Juni oder Juli 1934 Referent (nebenamtlich) für Naturwissenschaften in der Abteilung W II (Heeresforschung) im Amt Wissenschaft des Reichsministeriums für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung (REM)
1935 – 1939 Ordinarius (Wehrchemie) an der Technischen Hochschule Berlin
Ende 1936 – 1945 Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
Leiter der Abteilung W II im REM
Mai 1939 – 1945 Ministerialdirektor und Chef des Amts für Wissenschaft im REM
1941 – 1945 zweiter Vizepräsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
1942 Ministerialdirigent
1942 – 1945 Leiter des Geschäftsführenden Beirates im Reichsforschungsrat
1945 – 1948 interniert
1949 Einstufung als „Minderbelasteter“ durch die Spruchkammer Bielefeld
Tätigkeiten in der Industrie, Wohnorte u.a. Bremen und Hannover
4. Dez. 1987 Tod in Twistringen

Literatur

Rasch, Manfred: Mentzel, Rudolf, in: Neue Deutsche Biographie 17 (1994), S. 96-98, Online-Version.

Grüttner, Michael: Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik (= Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte, Bd. 6), Heidelberg 2004, S. 117 f.

Nagel, Anne C.: Hitlers Bildungsreformer. Das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung 1934–1945, Frankfurt 2012, S. 112–114.

 

Normdaten

GND: 116885947

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